Stiftung Rechtsstaat
Sachsen-Anhalt E.V.
Der Ministeriale Eike von Repgow aus Reppichau gilt als Verfasser des ersten deutschen Rechtsbuches – dem Sachsenspiegel, für dessen Entstehungsort sich die Burg Falkenstein im Harz zur Zeit der Regierung von Fürst Heinrich von Anhalt mutmaßen lässt.

Ausgewählte Projekte

2011
Theaterprojekt „Angst (frei) – eine theatrale Recherche"

Das Theater der Altmark hat mit seinem Theaterprojekt Angst (frei) – eine theatrale Recherche im Zentrum der Stadt Stendal, in direkter Nachbarschaft zu Dom und Landgericht in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Theaterinszenierungen und Workshops im Jahr 2011 entstehen lassen, die sich im besonderen Maße mit den Räumen und thematisch mit Angst, Macht und Freiheit auseinandersetzt. Das von der Stiftung Rechtsstaat geförderte Festival ist auf eine positive Resonanz gestoßen und wurde auch überregional wahrgenommen.

 
Fortsetzung des Ausstellungszyklus „Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes - Sachsen-Anhalt“

Für die Fortsetzung der Wanderausstellung wurden Trägersysteme aus Mitteln der Stiftung beschafft, Zitatetafeln nachproduziert und Ausstellungstafeln zu Ergänzung zur bisherigen Exposition neu produziert. Die Ausstellung wird in verschiedenen Gerichten des Landes gezeigt.

 
ELSA Moot Court Competition on WTO Law

Der Wettbewerb fand im März 2011 in Vilnius (Litauen) statt. Die Teilnehmer der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gewannen drei herausragende 1. Plätze in den Kategorien Klägerschriftsatz, Beklagtenschriftsatz und schriftliche Gesamtleistung. Grundlagen des Wettbewerbs bildeten in diesem Jahr ein Fall aus dem Recht der Welthandelsorganisation, der sich mit der Thematik des internationalen und wirtschaftsrechtlichen Spannungsfeldes zwischen der Liberalisierung des Welthandels einerseits und der Sicherung von Lebensmittelstandards andererseits befasste.

 
2010
Fachtagung "Zurechnung und Verantwortung" in der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 22. bis 24. September 2010 in Halle

Die Tagung fand unter der Ägide der deutschen Sektion der internationalen Vereinigung für Recht und Sozialphilosophie statt. Gemeinsame Veranstalter waren der Juristische Bereich der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Graduate School „Society and Culture in Motion“ und das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung. Gegenstand der Tagung war die Analyse des Begriffes der politischen, individuellen sowie globalen Verantwortung in seinem rechtlichen, ethischen, historischen und kulturellen Umfeld. Vierzehn renommierte Referenten befassten sich mit der Thematik und gaben Anregungen zur wissenschaftlichen Diskussion.

 
Studentisches Seminar von Prof. Kothe zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen einschließlich der Teilnahme am Deutschen Juristentag 2010

Der Deutsche Juristentag hat sich in diesem Jahr in der arbeits- und sozialrechtlichen Abteilung mit dem Thema "Abschied vom Normalarbeitsverhältnis? – Welche arbeits- und sozialrechtlichen Regelungen empfehlen sich im Hinblick auf die Zunahme neuer Beschäftigungsformen und die wachsende Diskontinuität von Erwerbsbiografien?" befasst. Das arbeits- und sozialrechtliche Seminar, das von der Stiftung Rechtsstaat unterstützt wurde, hat dieses Thema aufgegriffen und mit den Teilnehmern die Probleme neuer Beschäftigungsformen diskutiert. Mit der Zunahme der sog. "atypischen Beschäftigungsverhältnisse" (insbesondere Zeitarbeit, befristete Beschäftigung und Teilzeitbeschäftigung) verbindet sich die Frage, ob diese so wie die Zunahme gering entlohnter Tätigkeiten zu einer Abkehr vom Normalarbeitsverhältnis im bisherigen prägenden Zuschnitt führen, die man mit Gesetzgebung fördern, verhindern oder gestalten müsste.

 
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